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BegriffBearbeiten

"Institutionen sind Gegenwartsbezüge des Vergangenen, Übersetzungsinstanzen des Hetereogenen. Sie liefern sozial wirksame Programme, welche die Diskontinuitäten von Vergangenheit und Zukunft in und durch die jeweilige(n) Kontinuität(en) von Gegenwart(en) übersetzen."[1]

Schillmeier beschreibt, inwiefern durch Nachahmungen Institutionen ihre Funktion erfüllen, indem sie Vergangenes in die Gegenwart hineinprojiezieren. Das hat zur Folge, dass nun nicht mehr die Vergangenheit als komplett abgeschlossen angesehen werden kann, gleichzeitig allerdings auch die Zukunft nicht mehr vollständig unbekannt bleiben muss.

"Niklas Luhmanns Institutionenkritik unterstreicht die soziale Dimension von Institutionen, indem er die Zukunftsoffenheit, d.h. die Interdependenz der Wandlungsfähigkeit von Institutionen und sozialer Wirklichkeit, betont (Luhmann 1992, 1999). Aus methodischer Perspektive sind Institutionen totale soziale Institutionen, zirkuläre Effekte sozialer Beziehungen, welche zur gleichen Zeit 'Sozialität' regulieren, ordnen und ermöglichen."[2]

QuelleBearbeiten

  1. Tarde, Gabriele: Monadologie und Soziologie. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2009, ISBN 978-3-518-29484-0, S.124
  2. Tarde, Gabriele: Monadologie und Soziologie. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2009, ISBN 978-3-518-29484-0, S.124